Goldenes Priesterjubiläum 2017

Maristen - seit 50 Jahren auf dem Weg

Die Patres Heinrich Haskamp und Georg Galke feierten in Dessau ihr Goldenes Priesterjubiläum.

Bei ihrer Weihe im Stephans-Dom zu Passau bzw. in der Pfarrkirche St. Gertrud in Lohne waren sie zu fünft. Zwei von ihnen konnten den 50. Jahrestag ihrer Priesterweihe begehen, ihr Goldenes Priesterjubiläum: die Patres Haskamp und Galke. Und da sie beide in der Maristengemeinschaft in Dessau leben und wirken, Haskamp seit 25, Galke seit 12 Jahren, konnten sie dieses Jubiläum auch in Dessau, inmitten der Pfarrgemeinde und mit vielen Verwandten, Freunden und Wegbegleitern feiern. Gekommen war unter anderem auch der Bischof von Magdeburg, Dr. Gerhard Feige, und der Großdechant der Glatzer Katholiken, Prälat Franz Jung.

Das Fest begann mit dem feierlichen Gottesdienst um 14 Uhr. Selten war die Kirche im Dessauer Süden „Heiligste Dreieinigkeit“ so voll. Die beiden Jubilare hatten Pater Ludger Werner gebeten, die Predigt zu halten. Sie hatten damit eine gute Wahl getroffen. Werner knüpfte an das Fest des Tages an, Mariä Heimsuchung, Tag der Erinnerung an die Begegnung der beiden schwangeren Frauen Maria und Elisabeth.

Er sagte unter anderem:

„Man kann auf verschiedene Weise von Gott sprechen: Man kann über ihn diskutieren, man kann von seinem Wirken erzählen, und man kann sich einfach darüber freuen, dass er da ist und aus lauter Freude ein Lied anstimmen: ,Meine Seele preist die Größe des Herrn…’ Wir haben dieses Lied heute an eurem Festtag, lieber Heinrich und lieber Georg, aus Anlass eures 50jährigen Priesterjubiläums gerade im Evangelium, in diesem Liebesbrief Gottes an uns Menschen, gehört.

Seit über fünfzig Jahren stimmt ihr beide als Priester und Maristen in diesen Gesang mit ein, stimmgewaltig und treu, so dass dieser Gesang immer mehr euer eigenes Programm wurde und weiterhin werden kann.

Dich, Heinrich, hat dieser Gesang begleitet als Maristenschüler und Novize, in den Jahren seit deiner Priesterweihe als Kaplan in Lübeck und Köln Herz-Jesu und dann dort als Pfarrer bis 1988 und von 1988 bis 1992 in Fürstenzell. 1991 hast du zu Pfingsten den Ruf unseres Generaloberen John Jago gehört, auf den Fall der Mauer Antwort zu geben. Seit 1992, dem Jahr, als du hier mit den ersten Maristen seit der Wende Fuß gefasst hast, erklingt das Magnifikat nun hier in Dessau Süd aus deinem und der Mitbrüder Mund. Und es wird nicht verstummen, auch wenn du in der Zwischenzeit die Verantwortung als Pfarrer abgegeben hast.

Auch dich, Georg, begleitet das Magnifikat als Maristenschüler, Novize und Priester.

So wie Petrus und Paulus, die zwei sehr unterschiedliche Charaktere waren, unterschiedlich im Temperament und in der Art und Weise, das Evangelium zu leben und zu den Menschen zu bringen, so seid auch ihr recht unterschiedlich.

Dein Weg, Georg, war nicht der der Pfarrarbeit, sondern der der außerordentlichen Seelsorge. Das Studium der Pastoralpsychologie 1967 bis 1969 in Innsbruck bereitete dich auf die Seelsorge als Erzieher, Lehrer und Internatsleiter in Meppen vor und dann von 1986 bis 2005 als Leiter der Telefonseelsorge Passau, bevor du hier nach Dessau gezogen bist. Wie hast du deine jetzigen Dienste genannt: Seelsorger, Koch und Ökonom. In all diesen Jahren ist auch bei dir dieses Lied, dieses darin enthaltene Programm, nicht verstummt.“

Der Gottesdienst endete mit dem Jubelgesang des „Großer Gott, wir loben Dich“ und dem an die Heimat erinnernden Marienlied der Glatzer Katholiken: „Über die Berge schallt…“

Eine fröhliche Feier wurde es dann, teils im Pfarrsaal, zumeist aber in den vorsorglich aufgebauten Zelten im Pfarrgarten, die es auch brauchte, da ab und zu ein paar Tropfen Regen fielen – ein Treffen bei Kaffee, Kuchen, Getränken und vielen Begegnungen und Gesprächen.

Vor dem abendlichen Mahl aber versammelte man sich nochmals in der Kirche, um das Abendgebet der Kirche, die Vesper, miteinander zu beten und zu singen.

P. G. Galke

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